Hühner verdienen mehr Beachtung

Hühner verdienen mehr Beachtung

Jeder kennt sie, aber die meisten Menschen denken nicht weiter über sie nach. Dabei sind Hühner viel interessanter und vor allem intelligenter als gedacht. Du „dummes Huhn“ heißt es oft, doch diese Aussage ist völlig veraltet und fehl am Platz. Hühner sind in der Lage viele Gesichter ihrer einzelnen Artgenossen zu erkennen und auch ihre Augen sind soweit spezialisiert, dass sie einzelne Farben genau differenzieren können. Im Hühnerstall gibt es klare Rangordnungen, dies sorgt für planvolle und gut strukturierte Abläufe. Nicht jeder hackt mit seinem Schnabel einfach wann er es für richtig hält, sondern erhält klare Anweisungen durch den Chef des Hühnerstalls.

Hühner sind zudem so weit entwickelt, dass sie im Schlaf träumen können und auch Trauer und Leid empfinden. Hühner verfügen über Schmerzrezeptoren, daher sollte man sie nicht in engen Käfigen zusammenpferchen.

Die richtige Haltung macht den Unterschied

Ob Käfighaltung, Bodenhaltung oder Freilandhaltung zur Anwendung kommt, ist nicht nur aus Sicht des Tierwohls wichtig. Ein Huhn welches sich nicht wohl fühlt, kann keine gut schmeckenden Eier legen. Auch die Qualität des Fleisches sinkt wenn ein Huhn in Massentierhaltung vor sich hin vegetieren muss. Bodenhaltung und Freilandhaltung sind zwar teurer als die Käfighaltung, lohnen sich aber auf die lange Sicht umso mehr. Nachhaltigkeit ist hierbei ein interessanteres Stichwort.

Darüber hinaus sollte man Hühner als Teil einer Wertschöpfungskette und nicht als eine Art Maschine begreifen. Viele Hühner auf engem Raum sorgen auch für mehr schädliche Emissionen und schlechten Geruch in der Umgebung eines Betriebes. Studien belegen auch, dass Hühner aus Massentierhaltung häufiger Eier mit ungesunden Stoffen für den Menschen produzieren, vor allem Ammoniak und die Belastung durch Salmonellen sind hier weiterhin nicht wegzudiskutieren.

Was kann man selber für mehr Nachhaltigkeit und Tierschutz tun?

Viele Menschen glauben es sei schwer oder gar unrealistisch selbst etwas an der benannten Situation zu ändern. Doch so schwer ist es gar nicht! Man muss nicht unbedingt in einer Tierschutzorganisation aktiv sein oder eine Petition unterschreiben, denn vieles lässt sich bereits über das eigene Konsumverhalten steuern. Beim Einkauf sollte man nicht unbedingt die billigsten Eier kaufen, denn hier leidet nicht nur das Huhn, sondern auch die Qualität. Machen Sie einmal selbst den Geschmackstest! Schnell stellt man fest, dass Eier aus Freilandhaltung auch geschmacklich überzeugen können. Beim Fleisch ist es ganz ähnlich. Jede Woche findet man super Angebote und zwar zu absoluten Dumpingpreisen. Hier kann man den Tierschutz quasi vergessen den Ihnen wir 100 Gramm Fleisch für deutlich weniger als 50 Cent an der Theke angeboten. Da können Sie leider von Massentierhaltung ausgehen. Hühner dieser Art haben oft noch nie das Tageslicht gesehen.

Kleine Bauernhöfe machen den Unterschied

Egal ob Biohof oder konventioneller Anbieter mit Freilandhaltung, die Hühner werden es Ihnen danken. Wer direkt beim Händler kauft zahlt oft mehr als im Supermarkt, kann sich jedoch von der Qualität der Tierhaltung direkt vor Ort überzeugen. Oftmals durchläuft Hühnerfleisch einen langen Transportweg bis es zu uns kommt. Vom Schlachtbetrieb geht es zunächst weiter an den Großmarkt und dann in den Einzelhandel. Hühnerfleisch muss in dieser Zeit aufwendig gekühlt werden. Diese langen Transporte können Sie vermeiden wenn man direkt beim Biohof sein Fleisch kauft.

Hahn Biohof
Hühner auf dem Bauernhof

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